Weiterbildung

Medizinerinnen und Mediziner, die nach dem Universitätsstudium als Ophthalmologin oder Ophthalmologe tätig sein wollen, müssen eine fünfjährige Weiterbildung zum Facharzt, zur Fachärztin in Ophthalmologie absolvieren.

Weiterbildungsordnung (WBO) & Weiterbildungsprogramm (WBP)

Allgemeine, für alle Facharzttitel geltende Grundsätze, etwa zur Anerkennung von Weiterbildungsstätten oder Regelung der Zuständigkeiten, sind in der Weiterbildungsordnung (WBO) enthalten.Details dieser Spezialisierung auf das Fachgebiet Ophthalmologie, wie etwa Weiterbildungsdauer und -Inhalt, sind hingegen im Weiterbildungsprogramm (WBP) geregelt.
 

E-Logbuch

Das elektronische Logbuch (e-Logbuch) erleichtert Assistenzärztinnen und Assistenzärzten die Dokumentation der Weiterbildung. Alle erfassten Daten werden in einem sicheren System beim Schweizerischen Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) gespeichert und können jederzeit heruntergeladen und ausgedruckt werden.

 

Mini-Clinical Evaluation Exercise (Mini-CEX) und Direct Observation of Procedural Skills (DOPS)

Pro Weiterbildungsjahr müssen Assistenzärztinnen und Assistenzärzte der Ophthalmologie insgesamt vier sogenannte Mini-CEX oder DOPS durchführen. Es handelt sich dabei um Arbeitsplatz-basierte Assessments, die als Feedback-Instrumente für den klinischen Alltag dienen. Mini-CEX und DOPS erleichtern das Festlegen von Lernzielen im Anschluss an eine direkte Beobachtung und die Dokumentation des Weiterbildungsstandes. Wiederholt durchgeführt, bilden Arbeitsplatz-basierte Assessments eine hilfreiche Diskussionsgrundlage für Evaluations- und Mitarbeitergespräche.
 

Titelgesuch

Wer sämtliche Weiterbildungsperioden durchlaufen und die obligatorische Facharztprüfung bestanden hat, kann beim SIWF das Gesuch zur Erteilung Facharzttitels in Ophthalmologie einreichen.
 

Anerkennung ausländischer Weiterbildung

Für Ärztinnen und Ärzte, die ihre Weiterbildung in Ophthalmologie im Ausland absolviert haben und keinen schweizerischen Facharzttitel besitzen, besteht die Möglichkeit, diese Weiterbildung in der Schweiz anerkennen zu lassen.

Bei Ärztinnen und Ärzten, die ihre Weiterbildung nicht in der Schweiz oder der EU durchlaufen haben, entscheidet die Medizinalberufekommission (MEBEKO) des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) über die Anerkennung ausländischer Diplome und Weiterbildungstitel.
 

Schwerpunkttitel Ophthalmochirurgie

Nach Erlangung des eidgenössischen oder Anerkennung eines ausländischen Facharzttitels können Ophthalmologinnen und Ophthalmologen eine Weiterbildung in Ophthalmochirurgie durchlaufen. Der Erwerb des Schwerpunkttitels in Ophthalmochirurgie dauert mindestens zwei Jahre.
 

Internationale Weiterbildungsprogramme

In der Schweiz tätige Assistenzärztinnen und Assistenzärzte der Ophthalmologie haben die Möglichkeit, Teile ihrer Weiterbildung im Ausland zu absolvieren. Internationale Weiterbildungs- oder Residency-Programme werden etwa vom International Council of Ophthalmology (ICO) oder vom European Board of Ophthalmology (EBO) angeboten.

Klären Sie vor Absolvierung der Residency-Programme ab, ob und in welchem Umfang die gewünschte Weiterbildung angerechnet wird. Die Beurteilung erfolgt durch das SIWF.