In den vergangenen Tagen wurde in den Medien über mögliche Auswirkungen der neuen ambulanten Pauschalen auf die Behandlung von Netzhauterkrankungen berichtet. Dabei wurde unter anderem thematisiert, dass die Vergütungssystematik Einfluss auf die Wahl bestimmter Medikamente haben könnte.
Nach Medienberichten zu Augenspritzen: Fachgesellschaft fordert separate Vergütung von Medikamenten
In den vergangenen Tagen wurde in den Medien über mögliche Auswirkungen der neuen ambulanten Pauschalen auf die Behandlung von Netzhauterkrankungen berichtet. Dabei wurde unter anderem thematisiert, dass die Vergütungssystematik Einfluss auf die Wahl bestimmter Medikamente haben könnte.
Die Schweizerische Ophthalmologische Gesellschaft (SOG) hält dazu fest, dass therapeutische Entscheidungen ausschliesslich auf Grundlage medizinischer Evidenz sowie der individuellen Situation der Patientinnen und Patienten getroffen werden.
Vor diesem Hintergrund hat die SOG bereits 2025 im Rahmen der Weiterentwicklung des ambulanten Tarifsystems beantragt, dass in der Pauschale zur Injektion von Medikamenten ins Auge die Medikamente nicht inkludiert werden, sondern ab 2027 separat abgegolten werden.
Dabei muss sichergestellt werden, dass ärztliche Leistungen für sich angemessen abgegolten werden – unabhängig von Medikamentenpreisen. Dies insbesondere, wenn die Medikamentenkosten einen grossen Anteil der Pauschale ausmachen. Das sichert die Systemintegrität, wofür eine saubere Trennung von ärztlicher Leistung und Medikamentenkosten zur Erhöhung der Transparenz und Nachhaltigkeit des Pauschalensystems erforderlich ist.
Damit soll sichergestellt werden, dass medizinische Innovationen und evidenzbasierte Therapien nicht durch tariftechnische Fehlanreize beeinflusst werden.
Vorbehältlich der Genehmigung durch den Bundesrat ist vorgesehen, diese Anpassung im Rahmen der Weiterentwicklung der Tarifstruktur ab 2027 umzusetzen.
Die Schweizerische Ophthalmologische Gesellschaft (SOG) setzt sich gemeinsam mit weiteren Fachgesellschaften für eine medizinisch sachgerechte und patientenzentrierte Tarifstruktur ein.
Schweizerische Ophthalmologische Gesellschaft SOG
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