Auch Autoimmunerkrankungen können die Tränendrüse oder sogar direkt die Bindehaut befallen, z.B. gewisse Formen von rheumatischen Krankheiten. Schädigungen von Hornhautnerven durch Verletzungen, Operationen, UV-Strahlung, Stoffwechselstörungen (z.B. Diabetes mellitus oder Schilddrüsenerkrankungen), langjähriges Kontaktlinsentragen oder Nervenerkrankungen können über die verminderte Nervenfunktion zu einem Trockenen Auge beitragen.
Es gibt Hinweise darauf, dass Menschen mit Schmerzsyndromen (auch anderswo im Körper) öfter zu denjenigen Betroffenen gehören, die bei gleich ausgeprägten Befunden überdurchschnittlich starke Symptome wahrnehmen. Der Grund ist unklar, könnte aber mit einer erhöhten Reaktionsbereitschaft des ganzen Nervensystems zu tun haben. In diesen Fällen kann die Abgrenzung zum sogenannten neuropathischen Schmerz, der im Nervensystem entsteht, schwierig sein.
Ein instabiler Tränenfilm kann aber auch verursacht werden durch einen Vitamin A- Mangel, eine Augenallergie, Konservierungsmittel in Augentropfen und verschiedene Medikamente. Wenn Sie eine Medikamenten-Nebenwirkung vermuten, setzen Sie das fragliche Medikament bitte nicht einfach ab, sondern besprechen die Lage mit Ihrem Hausarzt oder Ihrer Augenärztin.